ApokalypsePart: Plem

Mir lag mal was an diesem Blog, also habe ich mich entschlossen sozusagen ein finales Blabla von mir zu geben. Ein zu mir passendes. Möglicherweise um dem unsäglichen Deppen da im bisher letzten Blog nicht buchstäblich auch noch das letzte Wort hier zu lassen. Möglicherweise weil ich gestern in meinen News etwas las, das mir unerwartet passend erschien. Um nicht zu sagen, geradezu beispielhaft.
Und nein, damit meine ich nicht etwa Laberbacke Guttenberg, der in seiner Abschiedsrede den trauernden Angehörigen ihre vier toten Söhne als Ausrede für seine Gaunereien um die Ohren schlug, um dann speckig grinsend und schmierenkomödiantisch wie stets zu den Klängen von „Smoke on the Water“ auf seiner Abschiedsfeier (!) siegesbewusst durch die Reihen der noch lebenden Soldaten zu tänzeln. Oder den vorgenannten Pickel-Depp, der in seiner beispiellosen Rede vorgestern gleich ein paar tausend tote Japaner dem politischen Gegner theatralisch vor die vermeindlichen Wahl-Füße schmiss, um jede Debatte über die totale Sicherheit deutscher Kernkraftwerke, die über jeden Zweifel erhaben ist, von vornherein abzuwürgen.
Für eben diese (Debatte um Sicherheit und gesetzeswidrig verlängerte Laufzeiten auch noch der marodesten Gift-Schleudern selbst unter den längst ausgemusterten Kernkraftwerken hierzulande als gut honoriertes Geschenk an die Energiekonzerne) er nun heute im trauten Verein mit der auch just in diesem Moment zur Ex-Kernkraft-Freundin mutierten Merkel sowieso schon immer war.
?
Auch all die Banker, Versicherungsvorstände und dergleichen Gesindel, das nun kwäkend die mögliche Halbierung ihrer Hunderte Milliarden Gewinne beklagt, und schon mal vorsorglich von „Elementarschäden“ faselt, für die „ihre Gesellschaften“ eigentlich ja gar nicht zur monetären Verantwortung gezogen werden können reißt mich nicht mehr vom Schreib-Hocker. Nicht mal Wendehals Merkel, die noch gestern eine Kommission, einen runden Tisch (Für was halten die sich eigentlich alle? Königin Artusine samt Gesellen?) und ganz bestimmt irgendwann mal demnächst – aber leider erst nach den Wahlen - Gespräche über die Verlängerung der Laufzeiten und Wiederinbetriebnahme halb vermoderter Kernkraftwerke in Deutschland bilden und aufnehmen wollte, bis die Katastrophe sie wortwörtlich überrollte, kann mich noch aus der Ruhe bringen.
Nein, wirklich nicht.
Das ist so normal, dass es mir letztens nicht mal mehr einen Blick wert war. Lese eh kaum noch deutsche Nachrichten im stark schleimig-zensierten DDR-Propaganda-Stil. Das hatte ich lange genug.
Meine kleine End-Zeit-Geschichte, die mich doch noch einmal inspirierte und die in den hiesigen Medien ungefähr so klingt: „5 jüdische Siedler starben bei einem Zwischenfall.“ handelt von zwei* wahrhaft grotesken Lebensformen, die für mich jedoch exemplarisch sind. Ja, diese zwei eigentlich aberwitzig abwegigen Figuren sollen mein letztes Thema sein. Auch wenn alle, die mich nur ein wenig kennen, sicher völlig perplex ausrufen: „Was? Solche? Unmöglich!“ Nur Mut. Mit einem geringfügigen Aufwand an Denkarbeit wird sich die absolute Logik meines Schluss-Themas ganz von selbst erschließen.
* Beim gigantischen Gefährlichkeits-Grad des heldenhaften Einsatzes vermute ich eher es waren 50. 100? 200? Alle zusammen? Man bedenke. Immerhin war ein jüdisches Neugeborenes auf der Gegenseite! Das hätte aufwachen können! Und was dann? Eben.
Kurz gesagt, es handelt sich um zwei Palästinenser. Die derzeit als Große Volkshelden die Titelblätter der palästinensischen Medien beherrschen. Und nein. Die beiden haben keinen Weg gefunden ihren rebellierenden arabischen Brüdern in Not, von deren Geld sie seit über einem halben Jahrhundert schmarotzen, zu helfen. Sie haben auch keinen Spendenaufruf (der ist so gut, da muss selbst ich mal kurz lächeln) für das zerstörte Japan gestartet, dem die Natur in ein paar Sekunden bewies, dass der Mensch nicht etwa die Krone der Schöpfung ist, dem per Göttlichen Dekret zwangsläufig alles untertan sein muss, sondern eher eine evolutionäre Belanglosigkeit, mit belanglosem Spielkram, das er obendrein nicht einmal ansatzweise beherrscht.
Keine Spur davon.
Diese beiden Super-Heros brachen letzte Freitagnacht todesmutig in das Haus einer israelischen Familie ein und zerschnetzelten (zweifelsfrei gewappnet mit dem schon fast legendären Heldenmut all ihrer mordenden Vorbilder) die schlafenden Eltern, die kaum 11-jährige Tochter, den 3-jährigen Sohn und das Baby. Einen Monat alt und ein Mädchen, das trotz der vier Messerstiche noch atmete als die Polizei eintraf. Es verstarb wimmernd in den Armen der Rettungskräfte, die es zu reanimieren versuchten. Die beiden palästinensischen Volkshelden hatten sich derweil davon gemacht. Unter Mitnahme von ein paar Wertsachen. Und auf geradem Weg zum unsterbichen Ruhm unter ihresgleichen.
Als dann am Samstag die ganze Welt verstört und entsetzt nach Japan starrte; auf Bilder, die selbst dem Mitleidslosesten das Herz brechen konnten; starrten die Palästinenser nicht minder gebannt auf die Jubelmeldungen der Al-Aksa-Brigaden, einem ganz besonders widerlichen Haufen mörderischer Irrer, deren Hauptorganisation Fatah unverzüglich stolz auf Plakaten, im Fernsehen und in allen anderen Medien im Lande die Morde in einer stolzen Erklärung als «heldenhaften Einsatz» rühmte.
Das, finde ich, ist ein glänzendes Beispiel für die Menschheit. Und könnte meine Meinung dazu nicht besser zum Ausdruck bringen.
Finis
NoXx

NoXxLynXx - 14. Mär, 19:19